
Ein kleines Stück Normalität ist für viele Musiker, Schauspieler, Künstler und Kunstschaffende am Nationaltheater Mannheim zurück gekehrt: Seit dieser Woche wird wieder intensiv an Inszenierungen geprobt, die später einmal auf den Bühnen des Hauses und vor allen Dingen vor Publikum Premiere feiern sollen. Nach derzeitiger Planung soll es für das Publikum mit dem regulären Spielbetrieb ab dem 1. April wieder los gehen – unter entsprechenden Corona-Auflagen vor, hinter und auch auf den Bühnen. Noch sind keine Termine offiziell bestätigt, doch soll die Wiedereröffnung mit einem Marathon an Uraufführungen und Premieren in allen Häusern und Sparten einhergehen.
Auch wenn das seit November geschlossene Nationaltheater nach außen einen anderen Eindruck vermittelte, aber geprobt und geübt wurde in den vergangenen Wochen und Monaten trotz Lockdown schon die ganze Zeit: In reduziertem Maße bereits für die mit Publikum geplanten Inszenierung ab April und in vollem Umfang für die vielen während der Schließzeit digital erzählten oder gezeigten Projekte, bei denen die Einschränkungen als kreative Herausforderung umgedreht und dem Publikum digital in sein Wohnzimmer gestreamt wurde. So wie beispielsweise die mit Mitgliedern des Opernensembles des Nationaltheaters produzierte digitale Operettengala »Schenk mir doch ein kleines bisschen Liebe!«, die zum Velentinstag gestreamt wurde und noch bis 7. März online ist.

Das soll sich ab April ändern, so hoffen alle Beteiligten des Nationaltheater Mannheim, wenn das Ensemble nicht mehr ins Wohnzimmer kommen muss sondern die Besucher wieder im Nationaltheater gebeten werden, ihre Plätze einzunehmen: Der erste wichtige Schritt dahin ist getan, die intensiven Proben für die Premieren haben diese Woche begonnen.